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So geht’s ins Auge – Augentropfen richtig anwenden

Die meisten Augentropfen-Fläschchen sind schon so beschaffen (weicher, dünner Kunststoff, der sich leicht zusammendrücken lässt), dass die Verabreichung sich gut bewerkstelligen lassen müsste – dennoch stellt sie manchmal eine Herausforderung dar. Vielleicht erschwert eine Sehbehinderung das Öffnen des Sicherheitsverschlusses oder unsere Hände wollen nicht so, wie wir. Für den Erfolg der Behandlung ist das pünktliche und regelmäßige Einbringen ärztlich verordnete Augentropfen aber unverzichtbar – deshalb hier einige Tipps, um die Anwendung zu erleichtern.


Am angenehmsten ist die Prozedur, wenn die Tropfen Körpertemperatur haben – deshalb empfehlen wir, solche, die im Kühlschrank aufzubewahren sind, rechtzeitig herauszunehmen – alternativ kann das Fläschchen in der Hand etwas erwärmt werden.
Ganz wichtig: Bevor es zur Sache, oder – treffender: ans Auge – geht, müssen die Hände gründlich gewaschen werden, damit es nicht zu Infektionen kommen kann.
Auch, wenn mehrere Familienmitglieder die gleichen Augentropfen benötigen, muss jeder sein persönliches Fläschchen haben; sicherheitshalber gleich beim ersten Benutzen kennzeichnen, um Verwechslungen auszuschließen.
Damit der Tropfen (normalerweise genügt ein einziger) zuverlässig an seinem Bestimmungsort landet, nimmt man das geöffnete Fläschchen zwischen Daumen und Zeigefinger und neigt denn Kopf leicht nach hinten. Mit dem Zeigefinger der anderen Hand wird das untere Augenlid etwas nach unten gezogen, der Blick geht dabei Richtung Decke. Durch Druck auf das Fläschchen gibt man den Augentropfen in den Bindehautsack, ohne dass die Tropferspitze und das Auge miteinander in direkten Kontakt kommen (das ist wichtig, damit die Tropferspitze sauber und die Haltbarkeit der Tropfen erhalten bleibt – und um (Re-)Infektionen zu vermeiden.
Jetzt noch die Lider für zirka eine Minute geschlossen halten, damit das Medikament an Ort und Stelle wirken kann – schon geschafft!
Eine weitere, sehr angenehme, Methode ist die Liegend-Variante, die sogar bei geschlossenen Augen funktioniert. Man gibt in der Horizontalen einen Tropfen genau in den Augen-Innenwinkel, öffnet kurz die Augen (damit sich dieser verteilt) und ruht mit wieder geschlossenen Augen ebenfalls eine Minute. Der Nachteil bei dieser Variante ist, dass sie sich ohne Hilfe nur schwerlich durchführen lässt.
Hinweis: Augentropfen sind nur begrenzt haltbar, die meisten bis einen Monat nach Anbruch. Am besten also das Verfallsdatum gleich auf der Packung vermerken.
 
 
 
 
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